Forschung

I
m Internet findet man unter MEDLINE über 500 Einträge zur Yoga-Forschung.
Hier einige Ergebnisse, die exemplarisch die Wirkungen von Yoga wiedergeben.

Die Humboldt-Universität Berlin über die Effektivität von Hatha-Yoga bei Kreuzschmerzen und Hypertonie:

Es ergab sich eine signifikante Verringerung der Schmerzintensität und Schmerzdauer bereits nach vierwöchiger Yogapraxis. Bei den Probanden mit Hypertonie wurden ebenfalls signifikante systolische und diastolische Blutdrucksenkungen beobachtet.


Das psychosomatische Institut der Universität Köln zu möglichen Zusammenhängen zwischen Stressverarbeitung und Yogapraxis:

Die Versuchspersonen, die Yoga praktizierten zeigten eine höhere Lebenszufriedenheit, gleichzeitig geringere Erregbarkeit, Aggressivität, Offenheit und Emotionalität. Zwar nicht statistisch auffällig, aber einen Trend aufzeigend, waren körperliche Beschwerden und Extraversion in der Kontrollgruppe höher.

Auf der physischen Ebene bewirkt Yoga eine Steigerung der körperlichen Fitneß und die Verschiebung des vegetativen Zustands zugunsten des vagalen Anteils. Damit wird die Streßreaktion im Körper gedämpft und eine geringere Empfindlichkeit gegenüber Streßreizen erzielt. Damit stellt Yoga eine Form der aktiven Regeneration dar.

Kybernetisch gesehen, fördert der Yoga die Anpassungsfähigkeit des Körpers durch Stabilisierung vegetativer Regelkreise. So wird die Anpassungsfähigkeit des Körpers bei Störungen der Umweltfaktoren verbessert.


Dr. med. Dietrich Ebert, Universität Leipzig:

Die starke afferente Signalisation bewirkt eine allgemeine Aktivierung des Zentral-
nervensystems. Das nach dem Yoga subjektiv zu vermerkende Frischegefühl und EEG-
Befunde bezeugen diesen Zusammenhang.
Die vegetative Balance wird verbessert (optimiert), d.h. es stellt sich ein vegetativer Status ein, den man am besten als Anti-Streß-Wirkung einstufen sollte.

Die Belastungsumverteilung in den Gelenken, insbesondere der Wirbelsäule, hat einerseits den Effekt der Entlastung sonst stereotyp und einseitig belasteter Gelenkteile, andererseits durch Druckumverteilung ernährungsfördernde Wirkung auf die bradytrophen Gewebe. Diese Effekte bedeuten geradezu eine "Physiotherapie mit körpereigenen Mitteln".
Alle asanas wirken konzentrationsschulend. Die sensomotorische Regleroptimierung bildet mit der mentalen Konzentration eine psychosomatische Einheit, eines bedingt das andere.


Das Herzzentrum Bad Krozingen über die Wirksamkeit von Atemübungen bei Herzinsuffizienz:

Festgestellt wurden ein signifikanter Anstieg der arteriellen Sauerstoffsättigung und signifikanter Anstieg der alveolären Ventilation sowie eine Verbesserung der subjektiven Befindlichkeit der Probanden.